Chatten ist ein wunderbares Mittel zur Kommunikation. Statt mit einem Telefon jemanden anzurufen, nimmt man per Internet zu einem oder mehreren Gesprächspartner Kontakt auf. Man redet nicht mit den anderen, sondern man tippt. Man kommuniziert über die Tastatur.
Dabei gibt es der allgemeinen Chat aber auch so genannten Rooms, wo nur bestimmte Personen sich treffen oder bestimmten Themen bequatscht werden.
Chatten – anders als Foren – findet live statt. Wenn man ausmacht, gehen die bisherigen Chat-Beiträge verloren. Wenn man einsteigt, werden nur die aktuellen Beiträge zu Ihnen vermittelt bzw. angezeigt.
Wenn man sich mit jemanden beim Chatten „treffen“ will, muss man natürlich eine Uhrzeit abmachen. Bei dem Gesprächspartner klingelt nicht der Computer (wie beim Telefon). Der Gesprächspartner muss einloggen – wie Sie – überhaupt daran teilnehmen zu können.
In der Regel loggt man mit einem „Call-Name“ bzw. „Nickname“ ein. So kann man erzählen was man will, ohne erkannt zu werden. Das hat Vor- und Nachteilen. Gut ist es, dass man offen reden kann. Schlecht ist es, wenn man angelogen wird. Gut ist es, dass man über sich reden kann. Schlecht ist es, dass manche Chatter persönliche Information über ihre Mitchatter im grossmaul-stil weiter gibt.
Daher Tipp Nr. 1:
Seien Sie vorsichtig mit der Preisgabe von persönlichen Informationen wie Ihren Namen, Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer, Ihre emailAdresse, etc. Auch Informationen wie Beruf, Schule, Freitzeitaufenthalte, etc. sollten lieber keine „Veröffentlichung“ per Chat erfahren.
Außerdem: lieber ein wenig anonym bleiben. Suchen Sie sich ein schönen „Nickname“ aus und bleiben dadurch in Ihre persönliche Sphäre geschützt.
Beim Chatten entstehen manchmal Freundschaften. Eigentlich schön. Bei einem persönlichen Treff sollte man schon vorsichtig sein. Manche Leute sind nun wirklich nicht die Menschen, wofür sie sich ausgeben. Manche Leute sind sogar unehrlich in ihre Absicht.
Daher Tipp 2:
Informieren Sie jemanden Ihres Vertrauens über den geplanten Treff. Verabreden Sie sich zu einem öffentlichen Ort (z.B. einem Restaurant) oder gehen Sie in Begleitung dort hin.
Manchmal geht es zu weit! Manche Chatter überschreiten die Grenze von gesunder Kommunikation zu Menschenverachtung, Rechtsradikaler Äußerung, Geschmacklosigkeit, Einschüchterung, etc.
Daher Tipp3:
Sie sind niemals verpflichtet eine Konversation fortzusetzen. Sie können jederzeit ohne die geringste Rechtfertigung „Nein“ sagen. Außerdem können Sie jederzeit das Gespräch beenden bzw. aus dem Chat ausloggen.
Kinder und Jugendlichen brauchen ein besonderer Schutz. Das was für Erwachsene als selbstverständlich erscheint, muss für Jüngere noch erfahren werden.
Daher Tipp 4:
Lassen Sie Ihre Kinder ruhig in Vertrauen chatten. Klären Sie Ihre Kinder über die Gefahren und Umgangsregeln auf. Regen Sie Ihr Kind an, mit Ihnen offen zu reden, wenn Probleme (oder Problem-Personen) beim Chatten begegnet werden.
Manchmal ist es ratsam die Polizei zu informieren. Auf der Internetseite www.jugendschutz.net ist eine Beschwerdestelle, wo solche Fälle gemeldet werden können. Jede Beschwerde, auch anonyme, werden von Jugendschutz.net bearbeitet.